Katar dementiert Gefangennahme iranischer Piloten im Iran-Krieg
Katar hat die iranische Darstellung, Piloten aus dem Land gefangen zu halten, entschieden zurückgewiesen. Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, äußerte auf der Plattform X sein Erstaunen über diese "irreführenden Aussagen", insbesondere angesichts der laufenden diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation in der Region, bei denen Katar eine Vermittlerrolle zwischen dem Iran und den USA innehat.
Zuvor hatten iranische Medien am Samstag eine Stellungnahme des Leiters des Ausschusses für vermisste Personen beim Generalstab der iranischen Streitkräfte veröffentlicht. In dieser wurde behauptet, dass katarische Streitkräfte drei iranische Piloten festgenommen hätten, nachdem deren Kampfflugzeuge kurz nach Beginn des Iran-Kriegs abgestürzt seien. Laut iranischen Medienberichten richtete sich das Schreiben an das Internationale Rote Kreuz und bemängelte, dass die katarische Regierung den vermeintlichen Gefangenen den Kontakt zu ihren Familien oder iranischen Vertretern verweigere.
Bereits im Juni hatte der Iran erklärt, keine Informationen über den Verbleib der besagten Piloten zu haben. Damals hieß es, die iranischen SU-24 Kampfjets seien bei einem Angriff auf den US-Militärstützpunkt al-Udeid von katarischen Jets abgefangen worden. Die Islamische Republik hatte die Basis zu Beginn des Iran-Kriegs mit Raketen angegriffen.
Die Reaktion des Sprechers des katarischen Außenministeriums deutet nun darauf hin, dass die katarischen Streitkräfte Luftverteidigungsmaßnahmen gegen die iranischen Kampfflugzeuge ergriffen – und diese möglicherweise abgeschossen hätten – nachdem diese in den Luftraum des Landes eingedrungen waren. Al-Ansari bestätigte, dass Such- und Rettungsteams die sterblichen Überreste eines Piloten gefunden hätten. Es sei Kontakt mit dem Iran aufgenommen worden, um die Übergabe zu koordinieren, und ein iranisches Team sei eingeladen worden, sich über die Details der Such- und Rettungsmaßnahmen zu informieren. Diese Einladung sei jedoch unbeantwortet geblieben.
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